4. Technische Infrastruktur anpassen
Im Online-Shop eines B2B-Unternehmens müssen Daten aus den unterschiedlichsten Quellen zusammengeführt werden. Welche Daten in welcher Form miteinander kombiniert werden müssen, hängt stark von den Anforderungen ab, die ein Unternehmen an den digitalen Vertriebskanal stellt. Will man beispielsweise, dass Daten in Echtzeit ausgetauscht werden, muss die Warenwirtschaft von außen erreichbar sein. Es muss also ein Server mit einem Webservice existieren, der vom Internet aus angesprochen wird und der dann mit der Warenwirtschaft kommuniziert. Die meisten Warenwirtschaftssysteme können genau das aber nicht. In diesem Fall muss also eine Entscheidung getroffen werden – entweder für eine neue Warenwirtschaft oder gegen den Echtzeitaustausch.
Ein weiteres gängiges Problem: Viele Warenwirtschaftssysteme sind nicht dafür geeignet, Artikeldaten in dem Umfang zu pflegen, wie es für einen Online-Shop erforderlich ist (siehe auch Schritt 5). Je nach Umfang des Shops ist hier die Anschaffung eines Product Information Management-Systems (PIM) erforderlich – oder es müssen Prozesse festgelegt werden, um die Daten im Online-Shop nachträglich zu pflegen. Bei der Zusammenstellung der technischen Infrastruktur gibt es also viele versteckte Stolperfallen, die oft erst nach und nach zum Vorschein kommen, wenn sich die Ziele und Anforderungen an den geplanten Online-Shop herauskristallisieren. Hier kann man sich viel Lehrgeld sparen, wenn man frühzeitig einen externen Experten hinzuzieht, um die Ist-Situation mit den geplanten E-Commerce-Zielen abzugleichen.