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E-COMMERCE WISSEN.

B2B-Onlineshop.

Die Top 10 Vorteile.

Ein Online-Shop sollte für B2B-Unternehmen nicht nur Pflicht, sondern auch Kür sein. Denn wer sich nur von der Angst vor Amazon Business vorantreiben lässt, hat bereits verloren.

Der Ausweg: Den Online-Kanal als Chance begreifen - für das ganze Unternehmen.

In der B2B-Branche scheiden sich am Thema Online gerade die Geister. Während Vorreiter wie Layer Großhandel Normfest oder Wiedenmann vorangehen und mit ausgeklügelten, perfekt auf ihre Zielgruppe zugeschnittenen Online-Funktionalitäten ihr Geschäft erweitern, ist in anderen Unternehmen von Digitalisierung nicht viel zu spüren. Da werden Preise noch mit ausgedruckten Preislisten und Taschenrechner ermittelt und aus dem Fax rattern handschriftlich ausgefüllte Bestellformulare.

Dass es nicht ewig so weitergehen kann, weil die Amazon-verwöhnten Einkäufer digitalisierte Bestellprozesse einfordern, ist diesen oft sehr erfolgreichen B2B-Unternehmen durchaus klar - aber so richtig Lust aufs Online-Geschäft hat trotzdem kaum jemand. Zu teuer, zu aufwändig, zu schulungs- und personalintensiv, sind die gängigen Argumente.

 

Wenn man sich einen Online-Shop anschafft, dann nur, weil man eben muss - wegen Amazon Business. Nicht, weil man will.

„Wer so redet, versteht nicht, dass sich die Geschäftswelt immer weiter nach vorne entwickelt und es nichts hilft, der guten alten Zeit nachzutrauern“, stellt Martin Pfisterer, Geschäftsführer des B2B-Software-Anbieters ElectronicSales klar.

 

„Man muss sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen. Dabei sollte man nicht nur reagieren, weil man von außen dazu gezwungen wird, sondern sich proaktiv über die neuen Möglichkeiten Gedanken machen.“

 

Denn ein Online-Webshop bringt nicht nur den Kunden, sondern auch dem verkaufenden B2B-Unternehmen selbst erhebliche Vorteile.

 

Hier unsere Top 10 der Benefits eines Online-Shops, von denen B2B-Unternehmen profitieren können:

Vorteil 1.

Einspar-Potentiale.

Werden analoge Prozesse sauber in die digitale Welt übertragen, bringt das - nach einer anfänglichen Umstellungsphase - enormes Potenzial für Optimierungen mit sich. Mithilfe von Software automatisierte Prozesse werden schneller, schlanker, weniger personalintensiv - und zuverlässiger.

Ein Beispiel: Das erwähnte handschriftlich ausgefüllte Bestellformular per Fax. In einer analogen Welt muss ein Vertriebs-Mitarbeiter das Fax rechtzeitig vorfinden, entziffern können, fehlerfrei ins System übertragen, die individuellen Preise für den Kunden ausrechnen, die Bestellung auslösen und dem Kunden eine Bestätigung zurückfaxen. Der Prozess ist langsam, zeitlich aufwändig, bindet einen Mitarbeiter und bietet noch dazu an diversen Stellen Möglichkeiten für menschliche Fehler.

Das alles kann viel einfacher sein

 

Im Online-Shop legt der Kunde seine Bestellung in den Warenkorb, der mit dem Klick auf "Jetzt bestellen" automatisch ins Warenwirtschaftssystem überführt wird, wo nach einer automatisierten internen Prüfung des Kunden mitsamt Berechnung seiner individuellen Rabatte, die Bestellung ausgelöst wird.

Und das innerhalb von Sekunden, auch mitten in der Nacht, wenn der Vertriebs-Mitarbeiter schon längst Feierabend hat.

 

Ähnliches Potenzial für Einsparungen bei Zeitaufwand und Personal bietet die Digitalisierung in der Lagerlogistik, im Marketing oder - bei Herstellern - sogar in der Produktion.

Vorteil 2.

Verbesserte Kundenberatung.

Ein Online-Shop bietet viel mehr Platz für Beratungsinhalte als der ausführlichste Katalog. Detailreiche Produktseiten können alle Informationen auf einen Blick abdecken, die sich Kunden früher mühsam zusammensuchen mussten. Genaue Produktdaten können auf einer Seite dargestellt werden, sogar für unterschiedliche Varianten. Hochwertige Bilder mit hilfreichen Detailansichten beantworten Fragen auf einen Blick, die sich aus Datenlisten nur schwer ablesen lassen.

Darüber hinaus bietet ein Online-Shop mit entsprechender Content Management-Funktionalität (CMS) unendliche Möglichkeiten für Beratungscontent. Erklärstücke im Blog, Aufbauanleitungen per Video oder Bilderstrecke, Produktvergleiche oder Hintergrundinformationen aller Art können so mit den Produkten verknüpft werden.

Vorteil 3.

Ersparnis im Kundenservice.

Durch das verbesserte Informationsangebot finden Kunden selbstständig alle nötigen Details zum gewünschten Produkt – und das hat für das verkaufende B2B-Unternehmen einen kostensparenden Nebeneffekt: Die Anrufe im Kundenservice werden spürbar reduziert. Auch die typische Frage nach der individuell vereinbarten Preisstruktur entfällt dank eines B2B-Shopsystems, das dem Kunden nach Log-In jederzeit seine individuellen Preise anzeigt, und zwar tagesaktuell.

Wird das Shopsystem zusätzlich mit der Warenwirtschaft verbunden, kann der Kunde im Online-Shop auch seinen Auftragsstatus einsehen – oder durch regelmäßige E-Mails über den Fortschritt des Auftrags informiert werden. Der mit Abstand häufigste Anrufanlass im Kundencenter – die Nachfrage „Wo bleibt meine Lieferung?“ – wird damit überflüssig, was die Arbeitslast der Kundenberater deutlich reduziert.

Vorteil 4.

Internationale Präsenz.

9 von 10 B2B-Online-Shops richten sich an Kunden aus mehreren Ländern.

Steht dabei ein performantes Online-Shopsystem hinter einem Shop, können verschiedene Länderversionen problemlos auf dem gleichen System aufsetzen. Nur länderspezifische Inhalte werden geändert - Sprache, Währung, Maßeinheiten, Versandinformationen, rechtliche Hinweise etc. - der Rest bleibt bestehen.

Dadurch ist der Eintritt in einen neuen Markt deutlich einfacher und schneller zu bewerkstelligen als früher. Außerdem können für einzelne Märkte bestimmte Produkte mit einem Klick zum Verkauf freigeben oder blockieren, je nach Nachfrage, Konkurrenzsituation oder rechtlichen Vorgaben. 

Vorteil 5.

Vereinfachte Datenanalyse.

Welche Produkte laufen besonders gut, welche sind Ladenhüter? Welche Schnelldreher müssen in welchen Zyklen nachbestellt werden? Wie wirkt sich eine bestimmte Rabatt- oder Marketing-Aktion auf den Abverkauf aus? Wie entwickelt sich das Bestellverhalten einzelner Stammkunden im Laufe der Zeit? Um solche Fragen zu klären, mussten B2B-Unternehmer früher Informationen aus den verschiedensten Ecken zusammentragen, heute reichen ein paar Mausklicks in ihrer Analyse-Software.

Die detaillierte Datenanalyse ist eine der größten Stärken des E-Commerce – aber nur die wenigsten Online-Shops nutzen diese wirklich voll aus. Kluge Unternehmer können aus den vorhandenen Traffic-, Kunden-, Kauf-, Retouren- oder Service-Daten nahezu alles ablesen - und unternehmerische Entscheidungen an ihre Auswertungen anpassen. 

Vorteil 6.

Unterstützung für den Außendienst.

Auch in einer digitalisierten E-Commerce-Welt ist der persönliche Kontakt zum Kunden für B2B-Unternehmen unerlässlich. Treue Bestandskunden brauchen weiterhin ihren individuellen Ansprechpartner, um über Rabattstrukturen und Großbestellungen zu verhandeln, oder Sorgen, Beschwerden und Probleme vorzutragen. Deshalb bleibt der klassische Außendienst eine wichtige Stütze für fast jedes B2B-Unternehmen.

Der Außendienst-Mitarbeiter wird durch den Online-Shop keineswegs ersetzt, sondern viel mehr unterstützt. Ausgerüstet mit Vertriebs-Tablets hat der Außendienstler seinen Online-Shop - und damit das komplette Sortiment, alle wichtigen technischen Details und eventuell nützlichen Beratungs-Content - beim Kunden immer dabei und kann die Informationen für sein Verkaufsgespräch nutzen.

Vorteil 7.

Frühjahrsputz für Produktdaten.

Damit ein Online-Shop sein volles Potenzial ausschöpfen kann, müssen die Produktdaten einwandfrei erfasst werden. Das zwingt Unternehme die den Schritt in den E-Commerce wagen dazu, ihre Produktdaten auf einen sauberen Stand zu bringen. Das führt zu einer Vereinheitlichung des Bildmaterials, zu einer Standardisierung in der Anzeige von technischen Eigenschaften und letztlich zu einem klareren Blick auf das eigene Sortiment.

Zugegeben, der Frühjahrsputz der Produktdaten ist keine sehr angenehme Aufgabe - aber eine, die sich für das gesamte Unternehmen auszahlt, nicht nur fürs Online-Geschäft.

Vorteil 8.

Verschlankung von Prozessen.

Nicht nur die Produktdaten werden durch die Überführung in den Online-Kanal ordentlich durchlüftet, sondern auch die hausinternen Prozessketten im Vertrieb. So wird offensichtlich, welche Abteilungen an welchen Prozessen beteiligt sind und wo sie eventuell in einem Flaschenhals hängenbleiben. Auch alte Sonderprozesse, die vielleicht vor Jahren als Provisorium entstanden und nie ersetzt worden sind, kommen so ans Licht und können automatisiert oder in Standardprozesse überführt werden, was Kosten senkt.

Ein typisches Beispiel ist das Anlernen neuer Mitarbeiter, das aufgrund mangelnder technischer Dokumentation immer ein altgedienter Angestellter übernehmen muss, was seine kostbare Zeit beansprucht. Durch die Prozesse, die für einen Online-Shop geschaffen werden, wird automatisch auch eine technische Dokumentation angelegt, die wiederum neuen Mitarbeitern in allen Abteilungen den Einstieg erleichtert. 

Vorteil 9.

Belieferung von Großkunden.

Sind die Daten und Prozesse erst einmal ausreichend für den Einsatz im Online-Shop optimiert, kann man die gleiche Struktur auch nutzen, um Großkunden leichter zu bedienen. Diese können die gesäuberten Daten direkt in ihre Beschaffungslösungen integrieren und so ab sofort direkt per E-Procurement beim B2B-Unternehmen ihres Vertrauens bestellen.

Die gleichen Daten können andererseits auch Hersteller an ihre wichtigsten Händler weitergeben, die diese Daten dann wiederum nahtlos in ihre eigenen Online-Shops integrieren können. Auch eine Anbindung an B2B-Online-Marktplätze, die das Angebot mehrerer B2B-Anbieter bündeln, wird durch die für den Online-Vertrieb optimierten Daten erst möglich gemacht. 

Vorteil 10.

Optimiertes Marketing.

Die Marketing-Abteilung eines B2B-Unternehmens profitiert besonders vom Einstieg in den Online-Handel. Sind im Shop entsprechende Analyse-Tools integriert, können Marketing-Mitarbeiter Besucher- und Kaufdaten des Shops in Echtzeit auswerten und erfahren dadurch beispielsweise, welche Produkte besonders oft aufgerufen wurden oder welche Produktseiten zu besonders guten Kaufraten führten.

Daraus lassen sich Schlüsse ziehen, ob ein neues Produkt bei den Kunden ankommt, welche Jahreszeiten sich besonders für Marketingaktionen lohnen oder welche Produktdarstellungen oder Bilder ein Produkt besonders effektiv in Szene setzen. Aus diesen Informationen können dann bessere Marketing-Inhalte erstellt werden. 

Fazit.

Ein Online-Shop ist für B2B-Unternehmen ist eine große Chance, das gesamte Unternehmen einen großen Schritt in Richtung Digitalisierung weiterzubringen. Klar ist dabei: Kaum ein B2B-Neueinsteiger, der seinen ersten Online-Shop aufsetzt, wird von Anfang an das gesamte Potenzial des neuen Kanals nutzen. Tatsächlich ist das Ganze meist eher "Work-in-progress". Man beginnt mit dem reinen Verkaufskanal und fängt dann nach und nach an, den wachsenden Datenschatz zu heben und für das gesamte Unternehmen nutzbar zu machen. 

Damit diese Strategie aufgeht, müssen B2B-Unternehmen allerdings auf die Skalierbarkeit ihres Shopsystems achten. Wer beispielsweise in den kommenden Jahren die Expansion in internationale Märkte plant, braucht ein Shopsystem, das mehrsprachige Shops abdecken kann. Wer die Beratung nach und nach ins Web verlagern will, sollte gleich zu Beginn ein Shopsystem auswählen, dass auch als Content Management System dient und beispielsweise ein Info-Blog oder Erklär-Videos integrieren kann.

„B2B-Unternehmen sollten gerade bei der Einführung eines B2B-Shops nicht nur den aktuell existierenden Funktionsbedarf abdecken, sondern sich ein System suchen, dass darüber hinaus eine Vielzahl von Funktionen für den B2B-Handel mitbringt“, rät Martin Pfisterer von ElectronicSales.

„Viele Anforderungen entstehen erst durch Anfragen von Kunden oder potenziellen Interessenten. Hier ist es wichtig, schnell zu reagieren und auf erprobte Funktionen aufbauen zu können.

“Ebenso wichtig wie ein flexibles und skalierbares Shopsystem ist aber ein durchdachtes Konzept hinter dem Online-Shop, betont der Experte. „Jedes B2B-Unternehmen muss sich darüber klar werden, was es mit seinem Online-Shop erreichen will."

"Welche Beratungsziele soll der Shop erfüllen, wie soll die Einbindung des Außendienstes aussehen, welche Prozessketten im Unternehmen sollen mit dem Shop verwoben werden?"

Das sind wichtige strategische Fragen, die über Erfolg und Misserfolg der B2B-E-Commerce-Strategie entscheiden.

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