Die eigentliche Exekutive für das Projekt sollte aber besser nicht auf Chef-Ebene aufgehängt sein: Der Geschäftsführer hat schließlich meist ohnehin schon viele Projekte, um die er sich gleichzeitig kümmern muss.
Gerade der Aufbau des Online-Geschäfts verlangt aber viele Entscheidungen innerhalb kurzer Zeit – dafür eignet sich ein Projektleiter, der sich voll und ganz auf das Thema konzentriert und an die Geschäftsführung berichtet, deutlich besser. Dieser Projektleiter sollte zum einen die nötige Zeit haben, zum anderen aber auch über die nötige fachliche Kompetenz verfügen.
Und nein, dieser Projektleiter ist keinesfalls der Auszubildende oder Praktikant. Schließlich würde dem auch niemand den Aufbau einer neuen Filiale überlassen. Der Leiter „Organisation“, der die gesamten internen Prozesse des Unternehmens kennt, wäre zum Beispiel so eine Person.
Aber auch bei der Marketingleitung ist das Projekt gut aufgehoben – in dieser Abteilung ist das Denken aus Kundensicht, das für die Konzeption eines erfolgreichen Online-Shops unerlässlich ist, bereits gelernt.
⮩ Unter dem Projektleiter wiederum wirkt im Idealfall ein „Arbeitskreis Digitalisierung“, der sich aus je einem fachlich kompetenten Mitarbeiter aus den Abteilungen Marketing, IT, Vertrieb, Einkauf, Organisation etc. zusammensetzt, damit die relevanten Themen abteilungsübergreifend erfasst und koordiniert werden können.