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ANFORDERUNGEN

2. Technologische Anforderungen an das B2B-Shopsystem

Ein modernes B2B-Shopsystem muss daher die technologische Basis liefern, um solche Erwartungen erfüllen zu können. Große Bedeutung kommt der Suchfunktionalität zu, denn wenn der Kunde nicht findet, was er sucht, kann er auch nicht kaufen. Diese sollte individuell konfigurierbar sein, damit beispielsweise die Filteroptionen exakt an das Produktsortiment des B2B-Shopbetreibers angepasst werden können. Zudem sollte sie hochperformant sein, damit auch die Suche in umfangreichen Datenbanken nicht zur Geduldsprobe für den Einkäufer wird. Ergänzend sollte das System eine Beratungsfunktion durch einen Fachassistenten ermöglichen. Dieser hilft dem Kunden, seinen Bedarf zu ermitteln und empfiehlt die passenden Produkte, wenn der Kunde alleine nicht zurechtkommt.

Daneben muss das Shopsystem über eine Datenbank verfügen, die das Einstellen, Verwalten und die Pflege umfangreicher Produktdaten erlaubt. Da die Integration der Produktdaten aus unterschiedlichen Quellen in unterschiedlichen Formaten oft eine große Herausforderung darstellt, spielt auch hier die individuelle Konfigurierbarkeit des Shopsystems eine wesentliche Rolle. So müssen die Produktdatenfeeds genügend Spielraum lassen, um die unterschiedlichen Daten verschiedener Produkte erfassen zu können. Bei Schrauben beispielsweise müssen Länge, Stärke und Material erfasst werden, bei einem Bohrhammer dagegen die Größe des Bohrfutters und die maximale Leistung.

Zudem müssen Bilder, Videos, PDF-Dokumente wie etwa Bedienungsanleitungen eingepflegt werden können. Gleichzeitig muss die Datenbank stets aktuelle Daten zur Verfügbarkeit, zu Lieferzeit und Lieferkosten enthalten und das Berechnen kundenindividueller Preise ermöglichen. Eine große Herausforderung sind dabei Preise für angebrochene Verkaufseinheiten, Zuschnittware oder unterschiedliche Verkaufseinheiten. So kann eine Verkaufseinheit beispielsweise aus fünf Rollen mit je 5.000 Steckverbindern bestehen. Da der Kunde aber gewohnt ist, 1.000er Stückpreise zu vergleichen, sollte der Preis auch pro 1.000 Steckverbinder angezeigt werden können. Unerlässlich für einen B2B-Shop ist ein ausgeklügeltes Rechte- und Rollenmanagement, das die Organisationsstruktur im Unternehmen des einzelnen Kunden widerspiegelt.

Es muss flexibel unterschiedliche Hierarchien wie Unternehmenszentrale, Niederlassungen, Abteilungen und Mitarbeiter abbilden können und gleichzeitig sicherstellen, dass jeder nur die Funktionen nutzen kann, zu denen er befugt ist. Nur so sind beispielsweise automatisierte Angebote aus dem Shop heraus möglich, die per E-Mail den bestellberechtigten Abteilungsleiter erreichen und das individuelle Angebot anhand der vom Einkäufer ausgewählten Produkte enthalten. Eine hilfreiche Zusatzfunktion eines B2B-Shopsystems ist ein benutzerübergreifender Merkzettel, den Kollegen mit ihren Kommentaren versehen können und der auch abteilungsübergreifende Bestellungen und Rabatte ermöglicht.

Dafür ist ein sogenanntes Benutzercenter sinnvoll, in dem neben Merkzetteln alle relevanten Daten wie auch Bestelllisten für Schnellbestellungen, Statusinformationen, Rechnungen als PDF, Bedienungsanleitungen, Sicherheitsbestimmungen oder Vertragsinformationen hinterlegt sind.


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